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veröffentlicht am 07.09.2026

Neues Leben für Carport, Gartenhaus und Co.

Ein Brett, das sich verzogen hat. Eine dunkle Ecke am Gartenhaus. Ein Pfosten, der sich von unten langsam auflöst. Solche Stellen können einerseits unscheinbar sein oder aber direkt nach einer großen Baustelle aussehen. Doch das muss nicht immer der Fall sein. Oft ist es nicht das Alter selbst, das Holzkonstruktionen im Garten zusetzt, sondern wenige exponierte Schwachstellen, die überall zu finden und nicht immer zu verhindern sind. Wer sie kennt, tauscht frühzeitig einzelne Bauteile aus, statt einer ganzen Konstruktion. Doch auch wenn einem solche Schäden nicht sofort auffallen, muss nicht immer sofort ein Handwerker gerufen werden.
 
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Zuerst wird geschaut, wo der Schaden tatsächlich sitzt und welches Ausmaß dieser hat. Danach entscheidet sich, ob nur ein Brett, eine Dachbahn oder wirklich ein komplettes tragendes Bauteil ausgetauscht werden muss. Davon abhängig ist dann auch die Entscheidung, ob sich darum lieber ein professioneller Handwerker kümmern sollte oder Sie selbst aktiv werden können. Für den Fall, dass Sie einen Handwerker brauchen, helfen wir Ihnen natürlich gerne bei der Vermittlung.

Erst gucken, dann entscheiden

Wer Material bestellt, bevor er den Schaden kennt, kauft in der Regel zweimal. Am Anfang steht deshalb immer die Prüfung des Bestands. Für diese erste Prüfung genügt ein Schraubendreher oder ein kleiner Hammer.

Klopfen Sie das Holz ab, wobei gesundes Holz satt und hell klingt. Wenn es ein eher dumpfes und hohles Geräusch gibt, hat sich im Inneren bereits etwas verändert, auch wenn die Oberfläche noch einwandfrei aussehen sollte. Das kann nun geprüft werden, indem man einmal die betreffende Stelle vorsichtig mit dem Werkzeug eindrückt. Bei gesundem Holz gibt es einen spürbaren Widerstand. Sollte es sich dagegen ohne nennenswerten Kraftaufwand eindrücken lassen, ist das Bauteil an dieser Stelle betroffen und im schlimmsten Fall auch nicht mehr ausreichend tragfähig.

Folgende Stellen sollten Sie dringend prüfen, da es bekannte Schwachstellen sind:
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  • an den Pfostenfüßen, direkt über Pflaster, Beton oder Erde
  • an allen Hirnholzenden, also auch an den quer abgesägten Stirnseiten
  • an den Auflagern, wo Balken und Sparren aufeinandertreffen
  • am Traufbrett und am Dachrand
  • an den untersten Wandbrettern des Gartenhauses
  • an jedem Beschlag

Werden Sie fündig, verrät das Aussehen des Holzes, was dort vor sich geht. Natürlich gibt es da unzählige Möglichkeiten von Fäulnis über Schädlinge, so dass wir hier nicht auf alle Details eingehen können. Am besten machen Sie ihren Befund und recherchieren dann speziell die bei Ihnen auftretenden Symptome oder bringen Sie Bilder für eine Beratung bei uns im Geschäft mit. Für die Reparatur ändert das ohnehin meist wenig, denn in der Regel ist das Holz an dieser Stelle verloren und muss ersetzt werden. Wo es jedoch hilft ist die Ursache zu finden und auszuräumen, damit Ihre Reparatur nicht demselben Problem zum Opfer fällt.

Was Sie selbst erledigen können


Einzelne Bretter tauschen

Verkleidungsbretter, Sichtschutzelemente, Traufbretter und die unteren Wandbretter am Gartenhaus tragen oft keine Lasten, sondern schützen und verkleiden. Deshalb können Sie sie vorsichtig einzeln herausnehmen und ersetzen, ohne dass die Konstruktion darunter leidet.

Lösen Sie das alte Brett und verwenden Sie es, wenn möglich, anschließend als Schablone. Das neue Brett wird auf Maß gebracht und rundum gestrichen, und zwar vor der Montage. An die Kanten und an die Rückseite kommen Sie später unter Umständen nicht mehr heran, und genau dort beginnt dann der nächste Schaden.

Das Dach dicht machen

Eine undichte Stelle in der Dachpappe oder Dachschindeln zeigt sich meist zuerst von innen als dunkler und feuchter Fleck. Wichtig ist dabei der Blick auf das umliegende Baumaterial. Wer ein Leck längere Zeit übersehen hat, hat in der Regel auch die Schalung darunter geschädigt. Sie gehört mit ausgetauscht, sonst liegt die neue Dachbahn auf morschem Holz. Suchen Sie sich für diese Arbeit außerdem einen trockenen und milden Tag aus, weil sich entsprechende Dachbahnen bei extremeren Temperaturen schlecht verarbeiten lassen.

Rostige Beschläge und Schrauben

Ein Punkt, der oft übersehen wird. Kesseldruckimprägniertes Holz enthält kupferhaltige Salze, und diese greifen unedle Metalle an. Einfache verzinkte Schrauben setzen dort Rostfahnen an, und im ungünstigen Fall verliert die Verbindung mit der Zeit an Festigkeit.

Besser geeignet sind daher Edelstahlschrauben und Edelstahlverbinder der Güte A2 oder A4 sowie Schrauben, die ausdrücklich für imprägniertes Holz freigegeben sind. Im bodennahen Bereich oder in Küstennähe ist A4 die sichere Wahl. Der Aufpreis fällt gering aus und erspart Ihnen gegebenenfalls die zweite Reparatur an derselben Stelle.

Der Anstrich

Im Außenbereich sind offenporige Lasuren die richtige Wahl. Sie lassen das Holz atmen und wittern langsam ab, statt abzublättern. Deckende Lacke platzen auf imprägniertem Holz dagegen leicht ab, und dann steht am Ende das Abschleifen an.

Zwei Regeln, an denen jede Reparatur hängt

Wer sägt, muss streichen. Bei imprägniertem Holz sitzt der Schutz nur in den äußeren zehn bis zwanzig Millimetern. Jeder Schnitt und jede Bohrung legt ungeschütztes Holz frei. Besonders empfindlich ist das Hirnholz an den Enden, weil es Wasser über die offenen Fasern aufnimmt. Behandeln Sie Schnittflächen deshalb nach, am besten direkt nach dem Zuschnitt und noch vor dem Einbau.

Wasser muss ablaufen können. Jede waagerechte Fläche, auf der Wasser stehen bleibt, wird früher oder später zur Schadstelle. Freiliegende Hirnholzenden bekommen eine Abdeckung, Auflager ein leichtes Gefälle, und wo sich Wasser sammelt, wird die Konstruktion geöffnet.

Wenn es an die Konstruktion geht

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Der klassische Fall ist ein Carport, dessen Pfosten am Fuß morsch ist. Der Austausch selbst ist handwerklich überschaubar. Alter Pfosten heraus, neuer hinein.

Der eigentliche Aufwand liegt woanders. Ein Pfosten trägt. Sobald er gelöst wird, fehlt der Konstruktion eine Auflage, und das Dach muss über eine Baustütze oder ein Hilfsjoch sicher abgefangen sein. Dazu kommen Fragen, die vorher geklärt sein wollen. Ist tatsächlich nur dieser eine Pfosten betroffen? Trägt das Fundament noch? Und vor allem, warum ist der Pfosten überhaupt verfault? Wer die Ursache nicht abstellt, steht nach einigen Jahren wieder vor demselben Schaden.

Meistens liegt die Ursache am Fußpunkt. Steht der Pfosten unmittelbar auf der Bodenplatte oder auf dem Pflaster, saugt er Wasser über das Hirnholz an und trocknet im schlimmsten Fall über längere Zeiträume nie vollständig ab. Ein Pfostenträger hebt das Holz von der Fläche ab und hält den Fuß frei, sodass Luft daran kommt. Fehlt ein solcher Träger, lohnt es sich, ihn bei dieser Gelegenheit nachzurüsten. Ist zudem nur das untere Stück geschädigt und der Rest gesund, lässt sich der schadhafte Abschnitt abtrennen und der Pfosten über einen Stützenschuh neu aufsetzen.

Wer handwerklich sattelfest ist und die Last sauber abfängt, kann diese Arbeit selbst übernehmen. Alle anderen sind hier an dem Punkt angekommen, an dem sich der Fachbetrieb rechnet. Sprechen Sie uns an, dann finden wir gemeinsam heraus, was die Konstruktion braucht und stellen den Kontakt zu einem Handwerker aus der Region her.

Reparieren oder neu bauen

Eine Reparatur lohnt sich, wenn der Schaden örtlich begrenzt ist, die tragenden Teile gesund sind, das Fundament steht und sich die Ursache abstellen lässt.

Für einen Neubau spricht, wenn mehrere tragende Bauteile betroffen sind, wenn sich das Fundament bewegt, wenn die Konstruktion nie einen ausreichenden Bodenabstand hatte oder wenn sich die Nutzung ohnehin geändert hat. Dann ist Ihr Geld in einer neuen Konstruktion besser angelegt als in einer Reparatur, die im besten Fall nur Zeit gewinnt. Auch in diesem Fall können wir Ihnen helfen.

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Material und Beratung von Holz-Müller

Für die meisten dieser Arbeiten braucht es kein großes Projekt, sondern das passende Material und einen kurzen fachlichen Blick darauf. Bei uns in Hameln haben wir ein breites Sortiment an Brettern, Kanthölzern, Konstruktionsvollholz und Brettschichtholz und vieles mehr direkt auf Lager. Dazu bieten wir Lasuren, Öle, Imprägnierungen und das passende Zubehör. Zuschnitte auf Maß gehören ebenso dazu wie die Beratung durch Mitarbeiter, die wissen, welche Schraube in welches Holz gehört.

Und falls sich beim Rundgang herausstellt, dass es doch die größere Lösung wird, können Sie eine Auswahl an Carports, Gartenhäusern und Terrassenüberdachungen bei uns auf der Ausstellungsfläche in Ruhe vergleichen.

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