veröffentlicht am 28.06.2026 / geändert am 28.06.2026
TC-Fechterin Mateja Miowitz brilliert auch bei den deutschen Meisterschaften im Damenflorett UPDATE
70 Starterinnen, drückende Hitze und hochklassige Konkurrenz – dennoch überzeugte Mateja bei den Deutschen U13-Meisterschaften in Lübeck mit einer beeindruckenden Leistung. Platz 15 im Florett, nach Rang 14 im Degen, unterstreicht ihre außergewöhnliche Vielseitigkeit.
Bei hochsommerlichen Temperaturen und einer drückenden Hitze in den Sporthallen gingen insgesamt 70 Fechterinnen in der Altersklasse U13 an den Start. Die schwierigen Bedingungen verlangten allen Teilnehmerinnen einiges ab – umso bemerkenswerter war die Leistung von Mateja, die sich mit einem hervorragenden 15. Platz eindrucksvoll in der deutschen Spitze behauptete.
In der Vorrunde mit sieben Fechterinnen, in der jede gegen jede einmal auf 5 Treffer fechten muss, bedeutet dies 6 Gefechte. Nach einem alles andere als optimalen Auftakt mit zwei Niederlagen schien der Start zunächst misslungen. Allerdings hatte sie es gleich zu Beginn mit zwei absoluten Top-Fechterinnen zu tun: Frauke Mannteufel aus Schkeuditz, die das Turnier später auf Rang drei beendete, sowie Cecilie Koesters aus Münster, die sich am Ende den Titel der deutschen Vizemeisterin sicherte.
Von diesen Rückschlägen ließ sich Mateja jedoch keineswegs beeindrucken. Mit großem Kampfgeist gewann sie anschließend ihre vier verbleibenden Vorrundengefechte in Folge und qualifizierte sich als 23. der Setzliste für das 64er-K.o.-Tableau.
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Bild: Mateja (links)
Dort wartete zunächst Lina Marie Thetmeyer aus Halle. In einem engen und hochspannenden Gefecht konnte sich Mateja zwischenzeitlich einen Zwei-Treffer-Vorsprung erarbeiten, musste jedoch den Ausgleich zum 6:6 hinnehmen. In der entscheidenden Phase bewies sie starke Nerven und setzte sich mit einem hart erkämpften 10:7-Sieg durch.
Im anschließenden Gefecht gegen die an Position zehn gesetzte Miranda Khan aus der Fechthochburg Bonn zeigte Mateja ihre wohl beste Leistung des gesamten Turniers. Nach kleinen Anfangsschwierigkeiten fand sie schnell zu ihrem Rhythmus, setzte sich Treffer für Treffer ab und gewann am Ende souverän mit 10:6.
Im Kampf um den Einzug unter die besten Acht wartete mit Katharina Mühleisen aus dem Leistungszentrum Moers die nächste schwere Aufgabe. Mateja erwischte einen unglücklichen Start, viele misslungene Aktionen wurden von ihrer Gegnerin konsequent bestraft. Trotz eines beeindruckenden kämpferischen Einsatzes gelang es ihr nicht mehr, den frühen Rückstand aufzuholen. Immer wieder fand ihre Gegnerin die bessere – oder auch die glücklichere – Antwort auf Matejas Angriffe.
Die Niederlage bedeutete zwar das Ausscheiden, doch Platz 15 bei den Deutschen Meisterschaften stellt einen herausragenden Erfolg dar. Besonders bemerkenswert: Nachdem Mateja bereits vor wenigen Wochen mit Rang 14 bei den Deutschen Meisterschaften im Degen überzeugt hatte, unterstreicht auch dieses Ergebnis ihre außergewöhnliche Vielseitigkeit. Sie dürfte damit aktuell die beste universelle Fechterin ihres Jahrgangs in Deutschland sein – ein beeindruckender Beleg für ihr großes Talent und ihre kontinuierliche Entwicklung.
Team Niedersachsen erkämpft starken 7. Platz bei den Deutschen Meisterschaften - Mateja Miowitz begeistert mit spektakulären Aufholjagden
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Bild: Team Niedersachsen, Leonie Reich, Mateja Miowitz, Moira Gutzke (v.l.n.r)
Nach dem starken Abschneiden im Einzel überzeugte Mateja Miowitz (TC Hameln) auch im Mannschaftswettbewerb der Deutschen U13-Meisterschaften. Gemeinsam mit Moira Gutzke (MTV Lüneburg) und Leonie Reich (BW Buchholz) erreichte das Team Niedersachsen einen hervorragenden 7. Platz unter 14 Mannschaften.
Im Mannschaftsfechten treffen jeweils drei Fechterinnen auf alle drei Fechterinnen der gegnerischen Mannschaft, sodass insgesamt neun Gefechte ausgetragen werden. Im Staffettenmodus gewinnt die Mannschaft, die zuerst 45 Treffer erzielt – dabei können selbst größere Rückstände noch aufgeholt werden.
Im ersten K.O.-Duell gegen Mecklenburg-Vorpommern brachte Mateja ihre Mannschaft früh in Führung und baute den Vorsprung zwischenzeitlich auf neun Treffer aus. Nachdem die Gegnerinnen noch einmal herangekommen waren, setzte sich Niedersachsen am Ende souverän mit 45:33 durch.
Im Viertelfinale wartete mit Berlin der spätere deutsche Vizemeister. Nach einem deutlichen Rückstand sorgte Mateja mit einer beeindruckenden Aufholjagd gegen Mia Wang für neue Hoffnung. Mit 14 Treffern in weniger als drei Minuten verkürzte sie den Rückstand von 16 auf nur noch vier Treffer. Plötzlich wurden die Sorgenfalten beim Berliner Trainer immer größer und eine Überraschung schien möglich. Berlin fing sich jedoch wieder und gewann schließlich mit 45:30.
Im Kampf um die Plätze fünf bis acht traf Niedersachsen auf NRW 2. Vor dem letzten Gefecht lag das Team bereits mit zwölf Treffern zurück. Doch erneut zeigte Mateja, warum sie zu den kämpferisch stärksten Fechterinnen ihres Jahrgangs zählt. Gegen Tabea Derksen startete sie eine furiose Aufholjagd, verkürzte den Rückstand Treffer um Treffer und ließ den Vorsprung der Nordrhein-Westfalen auf nur noch vier Treffer zusammenschmelzen. Mehr als eine Minute Kampfzeit war noch zu absolvieren, und plötzlich lag eine Sensation in der Luft. Doch das enorme Anfangstempo und die drückende Hitze in der Halle forderten ihren Tribut. Für die Wende reichte es jedoch leider nicht mehr – NRW setzte sich mit 45:38 durch.
Im abschließenden Platzierungskampf gegen Sachsen 2 ließ sich Niedersachsen den 7. Platz nicht mehr nehmen. Zwar schmolz ein Acht-Treffer-Vorsprung im letzten Gefecht zwischenzeitlich auf drei Treffer zusammen, doch Mateja behielt die Nerven und sicherte mit einer starken Schlussphase den verdienten 45:39-Erfolg.
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Mit Platz sieben im Mannschaftswettbewerb und Rang 15 im Einzel durfte sich Mateja Miowitz über ein herausragendes Wochenende bei den Deutschen Meisterschaften freuen und bestätigte einmal mehr ihre Stellung als eine der vielseitigsten Fechterinnen ihres Jahrgangs in Deutschland. > Quelle
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