Podiumsdiskussion zur Landratswahl: Gemeinsam für die Zukunft des Sports im Landkreis
Welche Bedeutung hat der organisierte Sport im politischen Programm der Kandidatinnen und Kandidaten für das Amt der Landrätin bzw. des Landrats? Dieser Frage widmete sich die Podiumsdiskussion des Kreissportbundes Hameln-Pyrmont am Montag, 17. August 2026.
Rund 70 Vertreterinnen und Vertreter aus Sportvereinen, Politik und Gesellschaft waren dabei, um mit Elisabeth Meyer (CDU), Elke Domeyer (Bündnis 90/Die Grünen) und Dominik Petters (SPD) über die Zukunft des Sports im Landkreis zu diskutieren. Trotz unterschiedlicher politischer Ausrichtungen zeigten sich bei zentralen Themen deutliche Gemeinsamkeiten. Einigkeit bestand insbesondere darin, dass der Kreissportbund Hameln-Pyrmont eine institutionelle Förderung durch den Landkreis erhalten sollte. Damit könnte unter anderem eine zusätzliche Personalstelle geschaffen werden, um die Sportvereine und das Ehrenamt stärker zu unterstützen, von organisatorischen Aufgaben zu entlasten und eine zentrale Anlaufstelle für die Vereine zu schaffen.
Auch bei der Entbürokratisierung sehen die Kandidatinnen und der Kandidat Handlungsbedarf. Sportvereine und ehrenamtlich Engagierte sollen von unnötigen bürokratischen Anforderungen entlastet werden, damit mehr Zeit für die eigentliche Vereins- und Sportarbeit bleibt. Darüber hinaus soll die Zusammenarbeit zwischen Politik, Verwaltung und Kreissportbund intensiviert und weiter verbessert werden. Dies gilt insbesondere für zukünftige Prozesse der Sportentwicklung. Bei einer möglichen Sportentwicklungsplanung des Landkreises sollten die Interessen und Erfahrungen der Sportvereine und des organisierten Sports von Beginn an berücksichtigt werden. Der Kreissportbund begrüßt diese klaren Aussagen und sieht darin wichtige Ansätze für die zukünftige Entwicklung des Sports im Landkreis. Nach der Kommunalwahl wird der KSB gezielt auf die neue Landrätin bzw. den neuen Landrat zugehen, um die angesprochenen Themen weiterzuverfolgen.
Den Worten müssen nun Taten folgen. Ziel muss es sein, gemeinsam konkrete Verbesserungen für die Sportvereine und das Ehrenamt im Landkreis Hameln-Pyrmont auf den Weg zu bringen.
Der AfD-Kandidat Dirk Hüge wurde nicht zur Podiumsdiskussion eingeladen. Grundlage für diese Entscheidung war der einstimmige Beschluss des Präsidiums des LandesSportBundes Niedersachsen vom 21. Februar 2024 zum „Umgang mit antidemokratischen, populistischen und rechtsextremistischen Parteien, Gruppierungen sowie Akteurinnen und Akteuren“. Der Vorstand des Kreissportbundes Hameln-Pyrmont hat sich bei seiner Entscheidung an den darin formulierten Grundsätzen orientiert. Der organisierte Sport steht für zentrale Werte wie Vielfalt, Gleichberechtigung, Integration, Inklusion, Respekt und ein demokratisches Miteinander. Diese Werte bilden eine wesentliche Grundlage der Arbeit der Sportvereine und Sportverbände und prägen das Selbstverständnis des Kreissportbundes Hameln-Pyrmont. > Quelle