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veröffentlicht am 13.09.2021 / geändert am 13.09.2021

Führungswechsel beim VNDN: Sandra Schlüter folgt Dr. Andreas Lueg                              UPDATE

Der Hamelner Diabetologe prägte 16 Jahre lang die Geschicke des Verbandes sehr erfolgreich
 
HANNOVER (13. September 2021). Nach 16 Jahren ehrenamtlicher Arbeit an der Spitze des Verbands der niedergelassenen Diabetologen in Niedersachsen (VNDN) stellte sich der bisherige Vorsitzende, Dr. med. Andreas Lueg (Hameln), nicht mehr zur Wahl. Die Vollversammlung wählte Sandra Schlüter (Northeim) einstimmig zu seiner Nachfolgerin. „Andreas Lueg hat den VNDN in seiner jetzigen Form aufgebaut und ihm starkes Gehör bei Krankenkassen und Politik verschafft. Er hat den Verband sehr erfolgreich geführt und hinterlässt große Fußspuren“, hob die neue Vorsitzende die Verdienste ihres Vorgängers hervor.

Eigene Gruppe etabliert

Dazu zählte auch die Etablierung der Diabetologen als eigene Gruppe beim Richtgrößenablösepaket der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen. Es war Andreas Lueg gelungen, eine eigenständige und nicht auf dem Niveau der Hausärzte angesiedelte richtgrößenablösende Vereinbarung zur Vermeidung von Medikamentenregressen für die Diabetologen in Niedersachsen zu schließen. Das verhinderte eine Sparspirale auf dem Rücken der Patienten und ermöglichte den Medizinern bessere Behandlungsmöglichkeiten. „Wir können feststellen, dass Diabeteserkrankte in Niedersachsen auf sehr hohem Niveau versorgt werden“, erklärte Andreas Lueg.
„Ich habe den VNDN sehr gerne und aus voller Überzeugung geführt. Wir können auf eine ganze Reihe von Erfolgen verweisen. Nach 16 Jahren ist es allerdings an der Zeit für einen Generationswechsel. Ich habe mit Sandra Schlüter in der Vergangenheit bereits eng zusammengearbeitet. Als stellvertretende Vorsitzende ist sie über alles informiert, kennt die Zusammenhänge und kennt die wichtigen Kontakte. Ich bin sicher, dass der VNDN bei ihr in den besten Händen ist“, sagte der scheidende Vorsitzende am vergangenen Samstag im Hannover Congress Centrum (HCC).
 
Kompetent, verlässlich, hartnäckig

Andreas Lueg stand bei Verhandlungen mit den Krankenkassen für ein hohes Maß an Kompetenz, Verlässlichkeit, Kontinuität und auch Hartnäckigkeit. Er erreichte angemessene Versorgungsverträge mit den Primär- und Ersatzkassen, die festlegen, welche Leistungen die Krankenkassen für ihre Patienten übernehmen. Unter seiner Führung wurden Fortbildungsmaßnahmen ins Leben gerufen, die mit zum hohen Qualitätsstandard der niedersächsischen Diabetologen beitragen. Dazu zählen die Kongresse der ebenfalls von ihm 2007 mitgegründeten Diabetes Akademie Niedersachsen (DAN), die pharmaunabhängige Fortbildung auf höchstem Niveau garantiert, und die regelmäßig stattfindenden Fußtagungen, nachdem es unter Andreas Lueg 2012 gelungen war, eine spezialisierte Versorgung in diabetologische Fußambulanzen auf  hohem Qualitätsstandard in Niedersachen zu etablieren.
Im Ergebnis stehen laut einer Umfrage der AOK Niedersachsen eine hohe Qualität der ärztlichen Versorgung und deutliche Patientenzufriedenheit. Die Evaluation bestätigte die positiven Resultate des bundesweiten Disease Management Programms (DMP), bei dem die niedersächsischen Diabetologen teilweise deutlich über dem vorgegeben Qualitätsziel gelegen hatten.

Hoher Organisationsgrad

Die Idee einer Interessenvertretung für Diabetologen in Niedersachsen hatte Dr. med. Hein Stahmann (Barsinghausen) 1996. Daraus ging in 2006 der VNDN hervor. Hein Stahmann war bereits 2017 aus dem Vorstand ausgeschieden. Mit Andreas Lueg zieht sich nun der zweite Gründungsvater des Verbandes der niedergelassenen Diabetologen zurück. In seiner Zeit stieg der Organisationsgrad erheblich. Mittlerweile sind mehr als drei Viertel aller Diabetologen in Niedersachsen Mitglied im VNDN.

Weiterhin gehören dem aktuellen VNDN-Vorstand Dr. med. Tobias Rückert (Hannover), Dr. med. Olaf Ney (Neustadt am Rübenberge), Dr. med. Ekkehard Martin (Lehre), Dr. med. Martina Rehse (Einbeck), Dr. med. Markus Rohe (Leer) und als neu hinzu gewählte Beisitzerin Dr. med. Gabriele Müller-Hunold (Grasleben) an.

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