Nachrichten  aus:   Soziales > Kinder- und Jugendarbeit
<
1 / 282
>

veröffentlicht am 20.09.2026 / geändert am 20.09.2026

Weltkindertag: Wer Kinderrechte ernst nimmt, muss die Kinder- und Jugendhilfe stärken UPDATE

Zum Weltkindertag warnt der Kinderschutzbund vor einer weiteren Schwächung der Kinder- und Jugendhilfe. Steigende Bedarfe treffen vielerorts auf knappe Kassen, fehlendes Personal und überlastete Strukturen. Unter dem Motto „Wen kümmert’s?“ macht der Kinderschutzbund darauf aufmerksam.
 
„Kinder haben ein Recht darauf, geschützt, gefördert und beteiligt zu werden. Diese Rechte dürfen nicht davon abhängen, wie angespannt die Haushaltslage gerade ist“, sagt Prof. Dr.  Sabine Andresen, Präsidentin des Kinderschutzbundes. „Eine verlässliche Kinder- und Jugendhilfe darf kein Extra für gute Zeiten sein.“
Ob Unterstützung für Familien, Hilfen zur Erziehung, Beratung, Jugendarbeit oder Kinderschutz: Die Kinder- und Jugendhilfe begleitet Kinder und Jugendliche in sehr unterschiedlichen Lebenslagen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Fachkräfte und Einrichtungen.
„Wenn Familien lange auf Unterstützung warten, Fachkräfte dauerhaft an ihrer Belastungsgrenze arbeiten und Angebote eingeschränkt werden müssen, hat das konkrete Folgen für Kinder und Jugendliche“, so Andresen. „Gerade diejenigen, die besonders auf Unterstützung angewiesen sind, brauchen verlässliche Ansprechpartner und Hilfen, bevor aus einer schwierigen Situation eine Krise wird.“
Der Kinderschutzbund warnt deshalb davor, bei Kindern und Jugendlichen vor allem nach Einsparmöglichkeiten zu suchen.
„Am Weltkindertag sprechen wir viel darüber, dass Kinder unsere Zukunft sind. Entscheidend ist aber, wie wir heute mit ihnen umgehen“, sagt Andresen. „Kinder brauchen Erwachsene und Institutionen, die Verantwortung übernehmen. Die Frage ,Wen kümmert’s?‘ muss deshalb eine klare Antwort haben: uns alle – und besonders den Staat.“

Auch vor Ort zeigt sich, wie groß der Unterstützungsbedarf ist.
„,Wen kümmert’s?‘ stellt sich auch bei uns ganz konkret: Kinder und Familien brauchen verlässliche Angebote, erreichbare Anlaufstellen und Menschen, die hinschauen und handeln. Dafür müssen Kommunen und Land die Kinder- und Jugendhilfe so ausstatten, dass Unterstützung nicht vom Zufall oder vom verfügbaren Geld abhängt“, sagt Elisabeth Beerbom-Schönig, Vorsitzende des Kinderschutzbundes OV Hameln.“, sagt Elisabeth Beerbom-Schönig, Vorsitzende*r des Kinderschutzbundes OV Hameln.
Der Kinderschutzbund fordert Bund, Länder und Kommunen auf, die Kinder- und Jugendhilfe verlässlich und bedarfsgerecht auszustatten. Kinderrechte müssen auch unter finanziellem Druck Maßstab politischen Handelns bleiben.
Mehr zur Kampagne „Wen kümmert’s?“ unter: Der Kinderschutzbund: Wen kümmerts?

> Quelle
Home  |  Registrieren  |  Regi-on Karte  |  Branchenbuch  |  Register  |  Gastgeber  |  Veranstaltungskalender  |  Aktionen
mein regi-on ∇