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veröffentlicht am 09.05.2022

Kleiner Dolmetscher als große Stütze

Sascha hilft Kinderschutzbund beim Verteilen von Schulmaterial
 

Ohne ihn wäre der Schulalltag an der Basbergschule sowohl für Schulleiterin Silke Faron als auch die ukrainischen Mädchen und Jungen aktuell ungleich schwerer zu bewältigen. Der achtjährige Alexander ist Dolmetscher, Ansprechpartner und Vermittler sowohl für das Kollegium als auch für die Schülerinnen und Schüler.
HAMELN. So auch als Vorstandsmitglieder des Kinderschutzbundes Ortsverein Hameln in die Schule kommen, um Schulmaterial zu bringen. „Es war eine spontane Idee, Geld, das wir aus einer Spende bekommen haben, zu nehmen, um damit ukrainische Kinder zu unterstützen, die vor dem Krieg in ihrem Land geflohen sind. Wir haben in den Osterferien die Hamelner Grundschulen angeschrieben um ihnen unsere unbürokratische und schnelle Hilfe anzubieten“, erklärt Elisabeth Beerbom-Schönig. Einige Mädchen und Jungen stehen um sie herum und beobachten erwartungsvoll, was die Vorsitzende des Hamelner Kinderschutzbundes mitgebracht hat.
Gemeinsam mit ihren Vorstandskolleginnen Daniela Wienkoop und Barbara Jahn zeigt sie die Mappen, Hefte, Stifte, Tuschkästen und all das, was zur Grundausstattung im Schulleben gehört. Sascha, wie die Mitschülerinnen und Mitschüler Alexander nennen, übersetzt und erklärt, was auf den Tischen aufgebaut ist. „Wir haben ihr Angebot so gerne angenommen“, bedankt sich die Schulleiterin und fährt fort: „Wir sind so froh, dass wir Sascha haben, er ist eine große Stütze und erleichtert uns die Arbeit sehr. Vor allem aber vermittelt er den ukrainischen Mädchen und Jungen ein Stück Sicherheit. Die Kinder müssen ja erst einmal hier ankommen.“ Er selbst stamme aus der Ukraine und habe die deutsche Sprache im Kindergarten gelernt, lässt er die Vertreterinnen des Kinderschutzbundes wissen. Nicht alle ukrainischen Schülerinnen und Schüler haben den Mut aufgebracht in die Aula zu kommen. Kein Problem für Sascha, er packt für sie die Materialien ein, um sie ihnen später zu bringen.
Silke Faron erklärt, dass aktuell sechs ukrainische Kinder die Basbergschule besuchen. „Für diese Mädchen und Jungen habe ich ein Programm angeschafft mit dem sie auf dem Laptop Deutsch lernen können.“ Kira und Tanja packen derweil Mappen und Blöcke ein. Stifte, Tuschkasten und Radiergummi sind im Turnbeutel verstaut, der neben anderen Materialien für jedes Kind  von Annett Schimetzek-Renner, Geschäftsführerin von Renner am Pferdemarkt, gespendet worden sind. „Das Engagement des Kinderschutzbundes möchten wir unbedingt unterstützen“, erklärt sie. Die Materialien, die an diesem Vormittag nicht verteilt worden sind, „behalten wir als Polster für weitere Kinder aus der Ukraine oder fragen bei der Nachbarschule, der Nils-Steensen-Schule, ob dort Bedarf besteht“.



Aut. Lene Dibbern


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