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veröffentlicht am 16.10.2021

Zusammensein - und doch getrennt

Wie wir trotz Corona versuchen, eine Gruppe zusammenzuhalten, die durch alle Auflagen dennoch getrennt voneinander ist
 
Was macht solch eine Ausnahmesituation wie die aktuelle Pandemie eigentlich mit den Kindern? Viele Artikel gibt es dazu in den Medien – die Not im Homeschooling, die Frustration beim Lernen, die versäumten Inhalte im Unterricht. Eines haben viele Berichte gemeinsam: sie sehen die Kinder und Jugendlichen „nur“ als Schüler*innen. Dabei sind die Kids doch so viel MEHR!

Wer bei Tivis mitmacht, wächst in einer großen Gruppe von „Fast-Schwestern“ und „Beinahe-Brüdern“ auf. Selten sind wir bei unseren Treffen weniger als 50 Personen. Bei der Probenfahrt fahren wir im Schnitt mit 160 Personen weg – für uns völlig normal. Und auf einmal ist nichts mehr wie es war. Treffen mit mehr als zwei Personen problematisch. Für eine Gruppe wie unseren die reinste Katastrophe!

In diesem Jahr mussten wir erneut unsere Aufführungen im Dezember im Theater Hameln absagen. Schweren Herzens. Aber wie soll ein Tivi-Gefühl auf die Bühne kommen, wenn nur 5 Leute auf der Bühne stehen dürfen? Oder 10? Wie soll das Orchester spielen, wenn die Bläser am besten hinter Glas sitzen müssten? Undenkbar!

Doch die Aufführungen sind nur EIN Teil, der Tivis ausmacht. Zugegeben: der öffentliche Teil. Der Teil, der uns als Verein existieren lässt. Der Teil, weswegen viele bei uns anfangen.
Und der ANDERE Teil? Das ist der Zusammenhalt! Die Fahrten! Die Treffen! Das MITEINANDER! Manche würden auch sagen: der Kleber, der die Gruppe zusammenklebt.
Damit dieser Kleber sich nicht völlig auflöst, konnten wir „hinter den Kulissen“ zwei Fahrten veranstalten: mit den Jugendlichen ab 12 Jahren durften wir ein Wochenende in unserem geliebten Kloster Möllenbeck verbringen; mit den Kindern haben wir ein Wochenende die Riepenburg zum Beben gebracht.

Jeweils ein Wochenende gemeinsam. Frisch getestet, aber ohne Maske, ohne Abstand. Anfangs noch ungewohnt. Erschreckend schnell gewöhnt man sich doch an Hygienekonzepte, Auflagen und Vorschriften, die man vorher nicht mal kannte.
Auf einmal aber ist alles wie weggeblasen.
Da liegen sich die Großen wieder in den Armen. Da sitzt ein Kleiner auf dem Schoß bei einem Größeren. Da tanzen alle, als ob es kein Morgen gäbe. Es sind die Momente, die uns das Herz aufgehen lassen. Die Situationen, für die wir viel Zeit investieren - und es gerne tun. Es sind die Augenblicke, die uns spüren lassen:
Tivis ist vielleicht grad getrennt – aber unsere Seelen sind untrennbar mit diesem kleinen Verein verbunden!


Zusammen im Kloster Möllenbeck
 

Zusammen auf der Riepenburg


Zusammen im Kloster Möllenbeck

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